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Martin Köck

Martin Köck
Themenbereiche:
Verkehr, Alternative Energien, Bezirksentwicklung

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Lilienbrunngasse: Wieder 3 Häuserblöcke weit Radstreifen erkämpft...

28.11.2007 | Verkehr/Bezirksentwicklung, Topstory, Karmeliterviertel

Laut neuesten Zahlen hat sich der Radverkehrsanteil in Wien von 3-4% (1996) auf 4.1% (2006) in den letzten 10 Jahren nur marginal erhöht, wenn überhaupt: Wien ist damit EU-Schlusslicht, oder am selben Stand wie Moskau... kein Wunder bei der derzeigen Verkehrspolitik... aber wir freuen uns über kleine Erfolge...


Kleine Erfolge im Kampf um jeden Häuserblock...

 

... anders ausgedrückt: Die Radverkehrspolitik der SP in Wien ist eine  einzige Katastrophe -- jeder Häuserblock in dem nicht auf den Radverkehr vergessen wird ist ein Erfolg...

Einer dieser Erfolge ist die Freigabe der Lilienbrunngasse und Hammer-Purgstallgasse in beiden Fahrtrichtungen für den Fahrradverkehr: eine 20 Jahre alte Forderungen von ARGUS und GRÜNEN!

Vor allem für nicht so geübte RadfahrerInnen ergibt sich hier eine Umfahrung des ersten Teilstücks der Holland- und Taborstraße.

 

 

 

"In der Lilienbrunngasse moch ma goa nix!"

...ließ noch vor wenigen Monaten der Vorsitzende der Verkehrskommission wortgewaltig verlauten. Doch in diesem Fall hatte die SP die Rechnung ohne das Radverkehrsreferat der MA46 gemacht: "Wir werden am Donaukanal auf der Bebauungsseite einen Radweg bauen, und brauchen Anschlüsse in den Bezirk" war da von seiten des Radverkehrskoordinators zu hören, "denn sonst macht das alles keinen Sinn".

 

Die Markierungen fehlen noch

Obwohl die unterstützenden Bodenmarkierungen noch fehlen, darf der Straßenzug bereits jetzt legal in beiden Richtungen befahren werden, die Halteverbote sind aufgestellt, und die Ausnahme-Zusatztafeln für den Radverkehr angebracht.

 

Masterplan Verkehr: 30-100% Stellplatzreduktion bei Garageneröffnung

Vor einigen Monaten wurde in der Lilienbrunngasse eine "Volksgarage" mit über 200 Parkplätzen errichtet. Laut Masterplan Verkehr müssen in so einem Fall im Umkreis von ca 500m 30% bis 100% dieser Stellplätze an der Oberfläche entfernt werden (und zwar bei Eröffnung der Garage), um eine Gestaltung der Oberfläche für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer zu ermöglichen, und somit zumindest einen Teil des "Vorteils" für den Autoverkehr wettzumachen.

 

Und die Realität? ca 20% Stellplatzreduktion, Monate nach Garageneröffnung...

Für die Öffnung der Radroute Lilienbrunngasse wurden ca 40 Prkplätze, die ohnehin immer am Rande der Legalität waren (die Fahrbahn war eigentlich immer zum beidseitigen Verparken zu schmal), Monate nach Garageneröffnung, aber immerhin, in unmittelbarer Garagennähe (Lilienbrunngasse, Hammer-Purgstallgasse) durch Halteverbote ersetzt.

 

Was fehlt?

  • Anschluss an die City (Marienbrücke),  geplant 2009
  • Verbindungsstück (kleine Sperlgasse) mit der amtlichen Hauptradroute "Grosse Sperlgasse", die erst kürzlich durch Einrichtung von Schrägparkplätzen wieder ein Stück weit unattraktiver für den Radverkehr gemacht wurde...
  • Querverbindung (kleine Sperlgasse) zur Taborstrasse/Schmelzgasse, geplant 2009

Sie sehen: Es bleibt genug zu tun ... wir bleiben dran :-)

 

 

 






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