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BR Wolfgang Kamptner

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Themenbereiche:
Verkehr, Augarten, BürgerInnenbeteiligung

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21er über den Ring verlängern

07.04.2007 | Anträge, Karmeliterviertel, Verkehr/Bezirksentwicklung, Rotensternviertel, Czerninviertel, Volkertviertel, U2 Leopoldstadt

Die Bezirksvertretung Leopoldstadt ersucht die zuständigen Stellen der Stadt Wien eine Machbarkeitstudie für verschiedene Varianten der Verlängerung der Linie 21 über den Schwedenplatz hinaus durchzuführen. (27.3.2007)


Begründung

Die geplante Stilllegung der Linie 21 bringt schwerwiegende Nachteile für viele LeopoldstädterInnen. Vormals „kurze“ Wege werden länger - weitere Stationsabstände, weite Fußwege in den Stationen selbst. Das ist vor allem für ältere Menschen und Hunderte Schulkinder täglich ein großer Nachteil. Denn die U-Bahn ist nur für den schnellen Transfer in andere Bezirke interessant, für den Weg zur Apotheke oder zur Schule innerhalb der Leopoldstadt brauchen die Menschen weiterhin die Bim. Auch die Geschäftsleute werden davon negativ betroffen, wenn in der Taborstraße nur mehr die Straßenbahnlinie N mit längeren Intervallen verkehrt. Das Einkaufen wird dadurch unattraktiver.   

Laut Wiener Linien sollen die Geleise in der Heinestraße aber erhalten bleiben und eventuell sogar reaktiviert werden, falls irgendwann eine Verlängerung in Richtung Nordbahnhof oder Nordwestbahnhof erfolgt ist und der Rest-21er nicht nur eine  kurze Linie zwischen Praterstern und Schwedenplatz ist. Die Erfahrung mit der Entwicklung des Nordbahnhofgeländes (Masterplan bereits 1994 beschlossen) lehrt uns aber, dass dies noch viele Jahre dauern kann.

Deshalb schlagen wir vor, den 21er über den Schwedenplatz hinaus mit einer anderen Linie zu verbinden. Entweder als Ringrundlinie – als Ersatz der Ringlinie 1, unter Entfall der Zwangswartepausen beim Schottenring - oder als Durchmesserlinie. Das bedeutet, dass der 21er über die Ostseite des Rings fährt und dann mit einer bestehenden Straßenbahnlinie (z.B. 71er oder J) verknüpft wird. Dadurch entfallen Umsteigezwänge am Schwedenplatz und die Ringstraßenbahnen werden verstärkt. Diese Verlängerung erhält nicht nur die wichtigste Straßenbahnlinie innerhalb des Bezirks sondern gleichzeitig bringt sie für die LeopoldstädterInnen zusätzliche Vorteile, da sie die öffentliche Verbindung in die Innenstadt und angrenzende Gebiete verbessert.

=> angenommen gegen die Stimmen der FPÖ und von einem Teil der ÖVP.

 

=> Der Antrag wurde an Finanzstadträtin Brauner weitergeleitet. In Ihrer abschlägigen Antwort erklärte sie, dass die Wiener Linien diese Verlängerung für nicht notwendig erachten. Deshalb ist auch sie dagegen und lehnt eine Machbarkeitsstudie ab.

Conclusio: In Wien wird ÖV-Verkehrspolitik also nicht von den „zuständigen“ PolitikerInnen gemacht, sondern von einer privaten GesmbH. Das ist ein unhaltbarer Zustand.







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