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Ulrike Böhmdorfer

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Der Prater, seine Kuriositäten, Frauen und vieles mehr…

10.10.2007 | Topstory, Prater, Frauen, Kultur

Letzten Freitag luden die Grünen zu einer geführten Radtour durch den Prater unter dem Titel: „Sie radeln wie ein Mann, Madame“. Abseits der üblichen Schaubuden stellte uns Petra Unger einen Prater vor, der von Frauen benutzt und geprägt wurde.


Auf Spurensuche im Prater

Der Nachmittag fing mit einer Führung durch das Pratermuseum an. Neben der üblichen Geschichte, dass Kaiser Franz Josef den Prater für sein Volk öffnete, wie gerne er hier jagte, etc., brachte uns Petra Unger auch eine weibliche Geschichte näher: Wie z.B. die Enkelin von Fürst Metternich, Pauline, ihren bekannten und beliebten Blumencorso auf der Hauptallee zum politischen Widerstand nutzte. Da das Volk Ende des 19. Jhdt. enorme Armut ertragen musste und es den Frauen strikt verboten war, sich politisch zu betätigen, mobilisierte die Fürstin von Metternich die Bevölkerung anders.

Die männliche Jagd, die weibliche Jagd, jawohl, da gab es einen Unterschied. Adelige Frauen durften zwar jagen, aber sie mussten sich ganz speziellen Regeln unterwerfen. Die ersten Radfahrversuche: wie haben Männer das Fahrrad erobert und wie haben Frauen das Fahrrad benutzt.
Und dann gab‘s natürlich noch das, wofür der Prater früher bekannt und beliebt war. Sämtliche Kuriositäten dieser Welt. Frauen mit Bärten - eine wurde nach ihrem Tod vom eigenen Mann ausgestopft ausgestellt. Siamesische Zwillinge, von denen eine verheiratet war und ein Kind bekam.

Auf das Rad geschwungen geht es weiter auf der Prater Hauptallee. Ein kurzer Stopp beim Franz-Lehar-Denkmal, weiter zum „künstlichen“ Konstantinhügel, mit kleinen Anekdoten zu dessen Geschichte, zu den letzten Pavillons der Weltausstellung, in denen heute Künstler und Künstlerinnen ihre Werkstätte haben.

Leider hat uns dort ein Regenguss überrascht und wir haben uns entschieden, die Geschichte des Lusthauses und der Kapelle Maria Grün von Petra Unger geschützt unter einer Brücke erzählen zu lassen.

Petra Unger ist eine engagierte, feministische Kulturvermittlerin. Sie ist die Erfinderin von „Frauenspuren in …“ Sie erforscht die weibliche Geschichte in verschiedenen Bezirken.







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