Adi Hasch
Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen
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Laska stolpert in der Leopoldstadt
23.03.2009 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Wirtschaft/Budget, Umwelt, Bildung, Prater, Handelskai
Am Schluss war sie für die SPÖ Wien eine zu große Belastung für die kommende Wahl, weswegen sie heute ihren Rücktritt erklärte. In der Leopoldstadt hat Vizebürgermeisterin Grete Laska besonders viel verbockt. Hier einige Beispiele.
Desaster Pratervorplatz
Es war wohl das Debakel beim Riesenradplatz, das SPÖ-Vizebürgermeisterin Grete Laska zum frühzeitigen Abgang zwang. Budgetiert waren 36 Millionen Euro am Riesenradplatz zu verbauen - geworden sind es letztendlich über 55 Millionen Euro. Ohne einer seriösen Ausschreibung der Planung und nach einer noch dubioseren Bauabwicklung ermittelt nun die Staatanwaltschaft nach einer Grünen Anzeige in dieser Causa. Laska ließ die PraterunternehmerInnen bei offener Hand verhungern, indem sie der Prater Service GmbH., einer unglücklich agierenden Gesellschaft, alle Vollmachten erteilte. Zum Schluss musste dem Geschäftsführer auch noch ein zweiter Geschäftsführer zur Seite gestellt werden, ohne dass irgendjemand die Konsequenzen für dieses Versagen ziehen musste.
Baumfällungen beim Stadion
Vor der Fußball-Europameisterschaft ließ Laska, für viele Menschen in Wien nicht nachvollziehbar und völlig unnotwendigerweise rund ums Praterstadion über 50 Bäume fällen, um dort eine Betonwüste entstehen zu lassen. Viele BewohnerInnen des Bezirks haben sich damals bereits von der Betonschädelpolitik der SPÖ abgewendet.
Vernachlässigung der Schulen
Der bauliche Zustand der Pflichtschulen war ihr nie ein besonders großes Anliegen. Während ihrer Amtszeit gingen Sanierungen sehr schleppend voran, weil die Mittel im Bezirk dafür nicht ausreichen. Für Grete Laska waren Schulsanierungen nur eine lästige Pflichtübung als eine nötige Investition für die Kinder. Die Volksschule in der Leopoldsgasse wurde auch Opfer ihres Rotstifts.
Jugend
Auch hier säumen Versäumnisse den Weg der Frau Vizebürgermeisterin. Maßnahmen zur Integration von muttersprachlich nicht deutschen Kindern wurden von ihrer Seite stets mit dem Rechenstift bewertet, anstatt mit verstärktem personellen Aufwand die Konfliktpotentiale im Bezirk zu entschärfen.
Sport
Immer weniger Kids betreiben in der Stadt aktiv Sport. Laska ist es nicht gelungen, hier vernünftige Gegenkonzepte zu entwickeln. Die Ferry Dusika-Radsporthalle für eine breitere Öffentlichkeit nutzbar zu machen, ist ihr bis zuletzt nicht gelungen.
Während ihrer Amtszeit ging die Galopprennbahn Freudenau vor die Hunde und die Trabrennbahn in der Krieau hat es auch nicht besonders leicht.
Ich will aber nicht schließen, ohne auch noch etwas Gutes über die Frau Vizebürgermeisterin zu schreiben. Den Startschuss beim Vienna City Marathon hat sie immer mit Bravour abgefeuert.
Ihr Nachfolger tritt ein schweres Erbe an. Ich wünsche ihm, dass er mehr auf Stimmungen im Volk hört und weniger seine Eitelkeit befriedigen will.
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