Spitzenzeitenhalteverbot in der Taborstraße
16.12.2008 | Verkehr/Bezirksentwicklung, Anträge, Karmeliterviertel, Rotensternviertel
Die Bezirksvertretung Leopoldstadt fordert den Magistrat der Stadt Wien auf, in der Taborstraße zwischen Heinestraße und Obere Augartenstraße in Richtung Schwedenplatz in der Frühverkehrsspitze ein Spitzenzeitenhalteverbot zu verordnen.
Seit den Änderungen der Verkehrsorganisation im Zuge der 21er-Einstellung im vergangenen Mai kommt es in der Taborstraße im Abschnitt zwischen Taborstraße und Am Tabor Richtung Schwedenplatz in der Frühverkehrsspitze immer wieder zu langen Staus. Nachdem die Castellezgasse zur Einbahn gemacht wurde und dadurch für den motorisierten Individualverkehr in Richtung stadteinwärts als Alternative wegfällt, wurde die Taborstraße in diesem Abschnitt zum Nadelöhr.
Selbst eine - in höchstem Maße fußgängerInnenunfreundliche - Ampelschaltung an der Kreuzung Taborstraße/Obere Augartenstraße kann diese Staus nicht verhindern.
Nun wirkt sich der Stau in der Taborstraße aber auch höchst unvorteilhaft auf die Straßenbahnlinie 2 aus. Auch deren Garnituren stehen in der Früh im Stau in der Taborstraße, woraus lange Wartezeiten und höchst unterschiedliche Zugsintervalle resultieren. Diese unregelmäßigen Intervalle beeinträchtigen nun aber auch den 2er auf der gesamten Linie, also auch am Ring, in der Josefstadt und in Ottakring. Der in der Leopoldstadt produzierte Stau wirkt sich daher negativ auf den öffentlichen Verkehr in anderen Bezirken aus.
Ein Spitzenzeitenhalteverbot würde dazu führen, dass der motorisierte Individualverkehr in der Parkspur fahren könnte und die Straßenbahn zumindest in der Frühverkehrsspitze nicht im Stau stehen müsste. Diese Maßnahme würde damit beträchtlich zur Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs in ganz Wien beitragen.
---> Abgelehnt von SP, VP, FP.
-> Der SPÖ-Vertreter bezeichnete unseren Vorschlag als ein „Mit Kanonen auf Spatzen-Schießen“ Es würden 40 Parkplätze für die AnrainerInnen wegfallen.
-> Das Argument ist allerdings schwach, weil die AnrainerInnen mit Beginn der Kurzparkzonenregelung um 9 Uhr wochentags eh wegfahren müssen, weil die Parkplätze in der Taborstraße keine Dauerparkplätze sind.
-> Der ÖVP-Klubobmann beantragte nach kurzer Diskussion den Schluss der Debatte zu diesem Antrag, weil er heimgehen möchte. Inhaltlich sagte er zum Antrag nichts.
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