Uschi Lichtenegger
Themenbereiche:
Klubobfrau (Kultur, Frauen, BürgerInnenbeteiligung, Augarten, Nordbahnhof, Zusammenleben)
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Das Fest für die Frauen des Augartens
10.03.2009 | Topstory, Augarten
Schön war´s! Wir haben am Frauentag gemeinsam das Engagement der Frauen für den Erhalt des Augartens als Volksgarten gefeiert. Auf flickr gibt es die Fotos.
Breite Anerkennung erfuhren am 8. März 2009, dem 98. Internationalen Frauentag, die engagierten Frauen der Bürgerinitiativen im Augarten, die sich gegen weitere Bebauungen und für den Grün- und Kulturraum Augarten einsetzen. Der Augarten ist Wiens ältester Barockgarten. Er wurde durch Kaiser Ferdinand III. im Jahr 1650 errichtet und 1775 durch Kaiser Joseph II. für die Bevölkerung geöffnet. Schon damals nahm der Augarten einen Platz im gesellschaftlichen und kulturellen Leben Wiens ein. Mozart, Schubert, Strauß, Lanner u.a. wirkten als Komponisten oder Kapellmeister bei Konzerten im Augarten.
Dass der Augarten ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort bleibt und nicht als Baugarten, dem an allen Ecken und Enden etwas abgezwickt wird, dafür setzen sich engagierte AnrainerInnen und BesucherInnen des Augartens ein.
Die Frauen des Jahres 2009 – die Frauen des Augartens
In der Architekturgalerie Ofroom in der Taborstraße 18 luden die Grünen zum Fest „Frauen des Jahres“ – stellvertretend für die Frauen der Zivilgesellschaft rund um den Augarten wurden die Ärztin Monika Roesler-Schmidt von der BI Freunde des Augartens – www.baustopp.at – und die Barockkünstlerin Raja Schwahn-Reichmann, Mitbegründerin des Josephinischen Erlustigungskomitees – www.erlustigung.org – geehrt und bekamen die „Leopoldine“ überreicht. Weiters ist mit der Ehrung ein Preisgeld von Euro 1.100 von den Grünen BezirksrätInnen verbunden.
Die Laudatorinnen NA-Abg. und Europasprecherin und Spitzenkandidatin für die EU-Wahl Ulrike Lunacek – für Raja Schwahn-Reichmann – und Gemeinderätin für Soziales Heidi Cammerlander – für Monika Roesler-Schmidt wiesen in Ihren Reden auf den lustvollen Widerstand hin.
Frauen des Jahres 2002 – 2008
Die „Frau des Jahres“ wurde nun schon zum 8. mal geehrt. Die bisherigen Preisträgerinnen waren:
Marianne Schoiswohl für ihr Integrationsprojekt an der Volksschule Czerningasse (2002), Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin im Wiener Integrationshaus (2003), Irmi Trksak wurde von den Nazis in KZs deportiert, sie ist bis heute als Zeitzeugin in Schulen unterwegs (2004). 2005, wurde die junge Schriftstellerin, Übersetzerin und Performancekünstlerin Melamar geehrt, sie setzt sich für Roma ein. Verena Krausneker, Mitbegründerin von ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit), Redakteurin des Rassismusreports, jahrelanges Vorstandsmitglied und Pressesprecherin von ZARA wurde 2006 geehrt. 2007 war Ute Bock Frau des Jahres, sie setzt sich ohne Wertung für alle Menschen ein, die warum auch immer, vor ihrer Tür stehen, als letzte Hoffnung, ein Bett und Essen zu bekommen. Letztes Jahr haben wir hier Angela Magenheimer, Begründerin und Koordinatorin von Ehe ohne Grenzen feiern dürfen.
Der weitere Abend am Internationalen Frauentag 2009
Birgit Meinhard-Schiebel, Vorsitzende der Initiative Grüner SeniorInnen und Stadträtin Monika Vana, Frauensprecherin der Grünen Wien, sprachen zu den jahrzehntelangen Forderungen der Frauen. Gemeinderätin Sabine Gretner, als Planungssprecherin mit dem Augarten seit Jahren befaßt, kam aus Istanbul vom Treffen der „Greens in big Cities“ und gratulierte den Preisträgerinnen sehr herzlich!
Das Ensemble Bulgareaska begleitete schwungvoll mit Klezmermusik durch den Abend: an der Klarinette Claudia Wratschko, am Contrabass Eva Pankratz und das Akkordeon spielte Günther Schöller.
Ein großes Danke auch an Doris Kittler, die mit Ihren lustig listigen Filmen sehr zum Gelingen des Abends beitragen hat und an Martin Juen, der uns eine Fotopräsentation vom Augarten, den handelnden Menschen vor Ort und mit aussagekräftigen Fotos von PolitikerInnen zusammengestellt hat.
Es war ein wunderbares Fest und ich möchte allen Frauen danke sagen und alles Gute für Ihre künftigen Engagements wünschen!
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