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BR Wolfgang Kamptner

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Themenbereiche:
Verkehr, Augarten, BürgerInnenbeteiligung

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Sozial gerechte Mobilität

24.03.2009 | Demokratie, Verkehr/Bezirksentwicklung, Anträge

Die Bezirksvertretung Leopoldstadt spricht sich aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit dafür aus, dass im Sinn eines sozial gerechten Verkehrssystems in der Leopoldstadt jene Verkehrsmittel gestärkt gehören, die einen gleichberechtigten Zugang zur Mobilität erlauben, also unabhängig von Alter, Geschlecht oder Einkommen genützt werden können. Dazu zählen der Öffentliche Verkehr, das Radfahren und das Zu Fuß Gehen. Eine verstärkte Förderung dieser Verkehrsmittel erhöht die Mobilitätschancen für alle Menschen.


Der Zugang zu Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme am öffentlichen und sozialen Leben. Der gleichberechtigte Zugang zu Mobilität ist in unserer Gesellschaft nicht gegeben und wurde durch die Massenmotorisierung erschwert. Die Nahversorgung wurde geschwächt und die Entfernungen zum Arbeitsplatz stiegen. Trotzdem wird genau diese motorisierte Mobilität gefördert und damit soziale Ungleichheit verstärkt: etwa durch autogerechte Verkehrsplanung, Einkaufszentren abseits der Zentren, Verpflichtung zum Garagenbau bei Wohnungen bis hin zur Förderung des Arbeitspendelverkehrs. All diese Maßnahmen verbessern die Automobilität und schaffen damit soziale Ungleichheit gegenüber jenen, die sich anders fortbewegen wollen oder müssen, wie Kinder und Jugendliche, einkommensschwache oder ältere Personen.

 

Ein Verkehrssystem, das im Sinn der Nachhaltigkeit neben der ökonomischen Effizienz und der ökologischen Verträglichkeit auch sozial gerecht ist, muss auch die Leistbarkeit von Mobilität für alle Menschen in der Gesellschaft berücksichtigen. Die Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch Schadstoffe, Lärm und Klimaschäden tragen auch jene mit, die keinen Nutzen aus der Automobilität ziehen, wie etwa Kinder oder ältere Menschen.

Ergebnis:

SPÖ, ÖVP und FPÖ stimmen gegen den Antrag, der somit abgelehnt ist.

 







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